Ausbildungen

Vorstufenqualifikation

Grundlehrgang - sportartübergreifend

Engagierte Menschen zu gewinnen und zu halten ist eine zentrale Aufgabe des organisierten Sports. Den Auftakt in das Strukturschema „Aus- und Fortbildung“ des Landessportbundes stellt die Vorstufenqualifikation dar. Diese dient der Motivation und Anleitung, der Vorbereitung und Vorstellung von Interessenten, sich im organisierten Sport zu engagieren. Durch die Qualifizierung gilt es, Menschen für die Übernahme von Aufgaben in Vereinen zu gewinnen.

Den ersten Baustein für den Erwerb einer Übungsleiter-C Lizenz legt der sogenannte Grundlehrgang beziehungsweise die Schülerassistentenausbildung für Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren. Beim Grundlehrgang mit 32 Lehreinheiten gilt es, elementare Grundlagen der Struktur und Aufgaben des Sports in Deutschland sowie des sportlichen Übens und Trainierens zu vermitteln, welche als Basis für weiterführende Lehrgänge sowohl im sportartübergreifenden als auch sportartspezifischen Bereich in Sachsen Anerkennung finden. Zu den Inhalten des Grundlehrgangs gehören folgende Themen:

  • Verwaltungsstrukturen im Sport
  • Aus- und Fortbildungssystem im DOSB
  • Finanzen und Sportförderung
  • Allgemeines Vereinsrecht
  • Organisation einer Übungseinheit
  • Aufsichts- und Fürsorgepflicht
  • Kinderschutz im Sportverein
  • Sportversicherung
  • Sport ohne Doping
  • Grundlagen Sportbiologie in Anatomie und Physiologie

 

Nach Absolvieren des Grundlehrgangs sollen die Teilnehmenden aufgrund ihrer Kenntnisse zu den genannten Themengebieten in der Lage sein, eine Gruppe unter Berücksichtigung notwendiger Aufsichtspflichten eigenständig anleiten zu können.

Das Grundlehrgangs-Zertifikat, welches die Teilnehmenden am Ende des Lehrgangs digital zugesendet bekommen, ist mit einem Nummernkreis versehen. Anhand dessen werden die Zertifikate auch im Projekt der Breitensportentwicklung finanziell gefördert.

Erste Lizenzstufe

Lizenzlehrgang Übungsleiter-C im Breitensport

Im Rahmen der ersten Lizenzstufe ist die zentrale Aufgabe des Trainers die Umsetzung regelmäßiger Bewegungssportangebote im Breitensport. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen ist sehr unterschiedlich. Denn Trainer für „soziale, inhaltliche und methodische Kompetenzen“ benötigen eine zielgruppenspezifische Qualifikation, damit ihre Schwerpunkte kombiniert werden können. Die Ausbildung der ersten Lizenzstufe besteht aus 120 Lerneinheiten (inkl. Grundlehrgang) und endet mit einer Lernerfolgskontrolle. Daran anschließend wird nach erfolgreichem Abschluss der theoretischen und praktischen Prüfung die DOSB-Lizenz ausgestellt, welche vier Jahre gültig ist.

Am Lizenzlehrgang dürfen neben Mitgliedern im Landessportbund auch Nicht-Mitglieder des Landessportbundes teilnehmen. Voraussetzung für die Teilnahme an der Übungsleiterausbildung ist ein Mindestalter von 16 Jahren und der Nachweis einer Sportvereinsmitgliedschaft.

Außerdem muss der Lizenzanwärter den Nachweis eines Erste-Hilfe-Lehrgangs erbringen, welcher im Idealfall nicht älter als zwei Jahre sein sollte. Damit soll sichergestellt werden, dass zukünftige Übungsleiter mit den aktuellen Erste-Hilfe-Maßnahmen vertraut sind und im Bedarfsfall ihrer Führsorgepflicht gegenüber dem Sporttreibenden nachkommen können. Im vorab der Ausbildung unterzeichnet der Lizenzanwärter den Ehrenkodex, welcher die zentrale Grundlage der Arbeit im Sportverein abbildet. Damit verpflichtet er sich zur Einleitung von Kernpunkten wie der Verantwortung gegenüber den Sporttreibenden und dem respektvollen Umgang zur Vermeidung von Diskriminierung und Gewaltdelikten.

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