Startschuss für die neue Handballsaison: Am vorigen Wochenende wurde es wieder ernst für mehrere Mannschaften im Landkreis. So etwa auch in der Verbandsliga. Während der HC Sachsen Neustadt-Sebnitz erst am 10. September im Heimspiel gegen den Radeberger SV in die neue Spielzeit startet, haben die Frauen vom SSV Heidenau am Sonnabend ein erstes Ausrufezeichen gesetzt und sind hinter den Sportfreuden 01 Dresden vorerst Tabellenzweite.

Das Team von Trainer Dirk Stumpe gewann zum Auftakt in Neugersdorf deutlich mit 42:26. Erfolgreichste Spielerin beim SSV war Julia Ott mit zehn Treffern. Ein Wermutstropfen unter anderem: Heidenaus Nadja Graffunder (6 Treffer) verletzte sich bei einer Abwehraktion beim TBSV schwer an der linken Hand. Ob die drei Finger gebrochen sind, klärt sich in diesen Tagen. Sie fällt auf jeden Fall längere Zeit aus. Es ist nicht der einzige personelle Ausfall. Dennoch geht der Blick wieder nach oben beim SSV.

Der Vorjahresdritte aus Heidenau, der denkbar knapp erst am letzten Spieltag den Aufstieg in die Sachsenliga verpasst hatte, ging mit einem neu formierten Kader in die neue Saison. Drei routinierte Spielerinnen wie Janine Tschöcke und Sandra Hofmann wechselten in die Zweite Mannschaft, die im Vorjahr das Double aus Bezirksmeisterschaft und -pokalsieg errungen hatte. Im Gegenzug steigen zwei der Heidenauer Talente in die Erste Mannschaft auf. Die Verjüngungskur soll somit auch nicht gleich mit dem Aufstieg enden. Klares Ziel ist vorerst eine Platzierung unter den Top-3 und die Etablierung der Spielerinnen im Team. Und: Sollte die Erste doch in die Sachsenliga aufsteigen, würde die Reserve nachrücken, sofern sie es wie 2022/23 erneut Tabellenerste werden.

Oder besser bleiben. Denn in der Bezirksoberliga (der ehemaligen Bezirksliga) feierte die SSV-Reserve einen souveränen 37:20-Auswärtserfolg bei der Zweiten Mannschaft des MSV Dresden. Ligarivale HSG Weißeritztal musste sich indes nach bis knapp zehn Minuten vor Schluss engem Match noch mit 31:37 beim SSV Lommatzsch geschlagen geben.

Gegen Lommatzsch verloren auch die Bezirksoberliga-Männer von der SG Kurort Hartha, allerdings nur mit 22:23. Eine Niederlage kassierte ebenfalls die SG Pirna/Heidenau III. Nach dem 27:36 rangiert das Team vorerst auf dem vorletzten Platz der Bezirksoberliga. Die Zweite der SG Pirna/Heidenau machte es besser. Sie hatte sich zuvor beim TBSV Neugersdorf mit 29:24 durchgesetzt und belegt Platz vier.

Die „Eisenbahner“ der SG Pirna/Heidenau haben indes den Auswärtssieg zum Auftakt der MHV-Oberliga verpasst. Nach mehrmaliger Führung und dem Ausgleich kurz vor der Schlusssirene musste sich das Team von Dusan Milicevic mit einem 20:20-Remis bei der Reserve des HC Elbflorenz begnügen.


Weitere Ergebnisse:

 

Frauen:
Bezirksliga, Staffel 1:
SF 01 Dresden III – SG Ruppendorf   19:18
SV Medizin Bad Gottleuba – Motor Dippoldiswalde  19:12

Männer:
Bezirksliga:
SV Niederau II – HC Sachsen Neustadt-Sebnitz  30:33
Radebeuler HV II – TSV Bärenstein  35:27
SG Weixdorf – Kurort Hartha II 32:24
SV Medizin Bad Gottleuba – ESV Dresden III  36:28

Bezirksklasse, Staffel 1:
Medizin Bad Gottleuba II – SV Rähnitz  28:27

Bezirksklasse, Staffel 2:
SSV Lommatzsch II – SG Kurort Hartha III   18:21

 

(skl/Foto: skl)