Nach ihrem Titel bei den Gerätturn-Sachsenmeisterschaften in Bannewitz hat Adriana Knaak vom SV Wesenitztal vor Kurzem bei den Deutschen Meisterschaften (DM) in ihrer Altersklasse (30 bis 34) einen Achtungserfolg errungen. Bei ihrem Premieren-Wettkampf auf Bundesebene mit 26 weiteren Turnerinnen aus Deutschland hat die Landesmeisterin in der jüngsten Seniorenklasse trotz Rückschlägen zum Auftakt den zwölften Platz belegt. Nur die zwei besten Turnerinnen aus den jeweiligen Bundesländern hatten sich qualifiziert.

„Dank meines Sachsenmeistertitels bin ich nicht allzu nervös an den Start gegangen, allerdings war ich gesundheitlich angeschlagen“, sagte die 32-Jährige aus Dürrröhrsdorf-Dittersbach nach ihrer DM-Premiere. Schon beim Einturnen habe sie gemerkt, dass ihr „Körper an diesem Tag keine Höchstleistung abrufen konnte“.

Nach zwei Stürzen beim Stufenbarren und am Schwebebalken in der EPG Arena waren die Top-6 außer Reichweite. Allerdings überzeugte die zweifache Mutter dann am Boden und beim Sprung. In diesen beiden Disziplinen konnte sie noch wichtige Punkte sammeln und machte Plätze gut.

„Angesichts der Umstände und der beiden Stürze bin ich mit diesem Ergebnis sehr zufrieden“, sagt Adriana Knaak, die mit ihrer Wesenitztaler Riege in der 1. Frauen-Landesliga im Frühherbst noch auf einen Podestplatz hofft. „Besonders in Erinnerung bleiben wird mir hier die tolle Atmosphäre unter den älteren Turnerinnen. Alle begegnen sich freundlich und respektvoll, jeder kennt die Abläufe, niemand beschwert sich über Wertungen oder Kampfrichter – stattdessen steht die gemeinsame Freude am Turnen im Mittelpunkt. Und zum Schluss möchte ich mich herzlich bei Julia [Leubert] bedanken, die den weiten Weg mit mir nach Koblenz auf sich genommen hat und mich während des gesamten Wettkampfs unterstützt hat. Das hat mir viel bedeutet.“

(skl/Foto: privat)