Zurück in der stärksten zweiten Liga der Welt: Nach dem Aufstieg in der Feldsaison haben die Faustballer des SSV Heidenau auch in der Halle die Rückkehr in die 2. Bundesliga geschafft.

Beim Qualifikationsturnier In Rosenheim sicherte sich das Team um Kapitän Simon Turtschan sensationell den dritten Platz und holte sich damit das Ticket für die 2. Bundesliga Süd.

Dabei war der Aufstieg vorab alles andere als ausgemachte Sache gewesen. Fast alle der sechs teilnehmenden Mannschaften waren bereits auf nationaler Ebene aktiv. So startete Heidenau am vergangenen Sonnabend – vier Wochen nach dem Gewinn der Sachsenmeisterschaft – zunächst mit einem 3:1 (14:15, 11:7, 11:5, 12:10) gegen die Sportfreunde aus Leipzig.

Es folgte eine hoch dramatische Partie mit Unterhaugstett, die der SSV mit 3:1 (11:7, 6:11, 14:12 13:11) gewann. Da fast alle Begegnungen zuvor in die Verlängerung gegangen waren, endete das letzte Heidenauer Spiel des Tages erst um 22:06 Uhr.  Trotz erneut überzeugender Leistung unterlagen die Heidenauer, zum Beispiel, dem Gastgeber Rosenheim in drei hart umkämpften Sätzen (9:11, 8:11, 9:11). Mit einem bestens aufgelegten früheren Weltmeister und World Games-Sieger Steve Schmutzler im Angriff waren die Bayern an dem Tag nicht zu schlagen.

Sonntagfrüh glänzten die SSV-Faustballer gegen Stammheim II. Und wieder glänzte der SSV beim 3:0 mit einer reifen Leistung (11:8, 11:6, 12:10). Beim 4:7-Rückstand im 3. Satz rotierte Justin Fedder in den Angriff und dreht das Spiel mit Durchschlagskraft. Dass zum Abschluss noch eine 1:3-Niederlage (11:2, 6:11, 10:12, 4:11) gegen Hallerstein mit dem früherer U21-Nationalangreifer Johann Schneider gab, war zum Abschluss sportlich unbedeutend. Heidenau stand zu dem Zeitpunkt bereits als sicherer Aufsteiger fest.

Der SSV Heidenau ist zurück in der 2. Bundesliga Süd. Die junge Truppe hat es am Wochenende aus eigener Kraft geschafft und für ein sportliches Ausrufezeichen gesorgt. Vor der Heidenauer Abteilung Faustball stehen damit in Halle und auf dem Feld die Bundesliga-Spielzeiten Nummer 39 und 40 in ihrer Geschichte.

Zum Team gehören: Simon Turtschan, Nick Richter, Justin Fedder, Maurice Fedder, Lars Fucke, Max Zeißig, Marcel Reiß, Markus Reiß und Christian Förster sowie an Trainer Dirk Hocher und Betreuer Thomas Kühne.

(skl/Foto: ssv)