Insgesamt rund 18,5 Prozent der sächsischen Bevölkerung sind Mitglied in einem Sportverein. Das ergibt sich aus der nun ausgewerteten Bestandserhebung 2026 des Landessportbundes Sachsen. Im vierten Jahr hintereinander hat der LBS nun steigende Mitgliedszahlen vermelden können. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnen die sächsischen Vereine einen Zuwachs von mehr als 23.000 Sportlerinnen und Sportlern. Insgesamt waren es beim Stichtag zum Jahresanfang 749.547 Personen. So viel wie nie! Dies entspricht einem Plus von 3,2 Prozent.

„Diese Entwicklung ist ein starkes Signal für die gesellschaftliche Bedeutung des Sports in Sachsen“, sagt LSB-Präsident Dr. Frank Pfeil. „Die Vereine leisten vor Ort hervorragende Arbeit und bieten viele attraktive, meist wohnortnahe Angebote – trotz knapper Ressourcen. Unsere Anerkennung gilt den tausenden Engagierten, TrainernÜbungsleiterinnen und Vorständen, die diesen Aufschwung ermöglichen.“

Die positive Entwicklung der Sporttreibenden trifft auf wachsende Herausforderungen im Ehrenamt. Laut Sportentwicklungsbericht (SEB) 2025, der im Auftrag des Bundesinstituts für Sportwissenschaft die Lage der Sportvereine in Deutschland erfasst, ist die Zahl der ehrenamtlich Tätigen in Sachsens Vereinen um 10.000 auf 86.630 gesunken (−10 % seit 2019). Für über 80 Prozent der Vereine stellt die Gewinnung und Bindung von Ehrenamtlichen ein Problem dar; für über 15 Prozent sogar ein existenzbedrohendes. Besonders angespannt ist die Lage bei Kampfrichtern und Schiedsrichterinnen. Junges Engagement ging seit 2019 um fast ein Drittel zurück.

„Ohne Ehrenamt kein Vereinssport – und ohne Schiedsrichterinnen und Kampfrichter kein Spielbetrieb. Wir setzen uns für gezielte Entlastung, Qualifizierung und Anerkennung ein und werben für niedrigschwellige Einstiege, Flexibilität und moderne Mitwirkungsformate“, so LSB-Präsident Frank Pfeil.

Attraktive Vereinsarbeit ist nur in angemessenen Sportstätten möglich. Der Zustand der Infrastruktur stellt für 5,5 Prozent der Vereine in Sachsen ein existenzbedrohendes Problem dar.

Mehr zum Thema gibt es im ausführlichen Beitrag des LSB unter: Mitgliederrekord2026.

Die Zahlen für den Kreissportbund folgen in Kürze.

(lsb/skl/Foto: lsb)