Das 2. Pirna Masters hat eindrucksvoll gezeigt, dass internationaler Tennissport und familiäre Vereinsatmosphäre hervorragend zusammenpassen. Nach der Premiere 2025 wächst das Turnier des 1. Tennis-Club Pirna auf der Anlage an der Rottwerndorfer Straße weiter.
So gab es in diesem Jahr 56 Anmeldungen aus 7 Nationen, 12 Einzelwettbewerben und einem Mixed-Doppelfeld. Gespielt wurde in den Altersklassen von 30+ bis 75+.
Auch auf dem Platz bot das Turnier zahlreiche spannende Begegnungen. Spielerinnen und Spieler aus mehreren Nationen sorgten für sehenswertes Tennis, faire Matches und sportlichen Austausch über Alters- und Landesgrenzen hinweg. Besonders erfreulich war, dass das Turnier nicht nur zahlenmäßig gewachsen ist, sondern auch sportlich und organisatorisch den nächsten Schritt gemacht hat.
Die Stimmung auf der Anlage war über die gesamte Turnierwoche hervorragend. Bei bestem Wetter entwickelte sich das Pirna Masters zu einem sportlichen und persönlichen Erlebnis für Spieler, Zuschauer und Helfer.
Der 1. TC Pirna stellte in diesem Jahr zudem zwei Champions und zwei weitere Finalisten. Sieger in der jüngsten Kategorie bei den Herren30 war Matthias Ludwig, der sich durch jeweils spannende und umkämpfte 3-Satz-Siege gegen Andre Widdrat (Fallersleben) und seinem Teamkollegen Erik Schiller (Pirna) den Titel sicherte.
Bei den 40er Herren kam es nach kurzfristiger Absage von Andreas Nägele (Baden-Württemberg) direkt zum Endspiel, welches der Pirnaer Dirk Petzold gegen den Tschechen Dusan Kovar (Teplice) nach drei Sätzen für sich entschied.
Die beiden Finalisten aus Pirna waren Holger Martin bei den Herren 55 und Rainer Förster bei den Herren 75, die sich nur den jeweiligen Siegern Claus Lübben (Schwarz-Weiß Frankfurt) und Rainer Meerstein (Planeta Radebeul) geschlagen geben mussten. Martin musste im Finale leider verletzungsbedingt aufgeben, wogegen sich Förster noch vor dem Vorjahressieger, dem 82-jährigen Pirnaer Peter Wostry und Jürk Bergmann platzieren konnte. Meerstein, der in der Ostliga für Planeta Radebeul spielt, gewann alle seine drei Spiele und triumphierte.
KSB-Geschäftsführer Paul Leiteritz machte sich vor Ort ein Bild von dem Turnier und war hellauf begeistert. Zudem überreichte er Siegerpokale.
Ein besonderer Höhepunkt abseits der Matches war der Playersabend am Turniersonnabend. Bei einem gemeinsamen Abend mit Wildschwein-Buffet kamen Spielerinnen und Spieler, Gäste, Organisatoren und Unterstützer zusammen. Gerade diese Mischung aus internationalem Sport, persönlicher Begegnung und regionaler Gastlichkeit machte den besonderen Charakter des Turniers aus.
Dass das Pirna Masters auf einem sehr guten Weg ist, zeigte sich bereits im Vorjahr: Für die Premiere 2025 erhielt das Turnier den Tournament Recognition Award der ITF World Tennis Masters Tour. Diese Auszeichnung würdigt eine besonders hohe Spielerzufriedenheit und eine vorbildliche Turnierorganisation. An diesen Erfolg konnte das Organisationsteam 2026 sichtbar anknüpfen.
Die Turnierdirektoren Dirk Petzold und Rainer Förster zeigten sich entsprechend zufrieden: „Wir wollten ein Turnier schaffen, bei dem sportlicher Anspruch, internationale Begegnung und familiäre Atmosphäre zusammenpassen. Dass die Spielerinnen und Spieler genau diese Mischung so positiv wahrnehmen, freut uns sehr.“
Getragen wurde das Turnier auch in diesem Jahr von einem starken ehrenamtlichen Team. Rund 20 Freiwillige sorgten vor und während der Turnierwoche für einen reibungslosen Ablauf. Ohne dieses Engagement wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung für den Verein nicht möglich.
Ein besonderer Dank gilt laut den Organisatoren außerdem den Sponsoren und Unterstützern des Turniers. Premiumsponsor des 2. Pirna Masters war die Karl Köhler Bauunternehmung GmbH & Co KG Heidenau. Weitere wichtige Unterstützung kam unter anderem von BAUHAUS Dresden Nickern, dem Aktiv-Sporthotel Pirna, Dr. Ludwig & Partner GmbH Versicherungsmakler, dem Kreissportbund Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, den Stadtwerken Pirna sowie dem Oberbürgermeister der Stadt Pirna, Tim Lochner.
Nach dem erfolgreichen zweiten Turnier richtet sich der Blick bereits nach vorn. Für 2027 ist das Pirna Masters erneut zu Pfingsten, vom 14. bis 18. Mai 2027, geplant. Ziel ist es, das Turnier weiterzuentwickeln, weiter zu wachsen und perspektivisch ein Upgrade auf ITF MT200 zu erreichen. Damit könnte Pirna seine Position als Standort für internationalen Masters-Tennissport weiter stärken.
Das Fazit nach fünf Turniertagen fällt eindeutig aus: Das Pirna Masters ist gewachsen, sportlich stärker geworden und hat sich zugleich seinen besonderen Charakter bewahrt — international, herzlich und nahbar.
Die Siegerinnen und Sieger des 2. Pirna Masters:
| Konkurrenz | Sieger/in | Finalist/in |
| MS30 | Matthias Ludwig, Pirna | Andre Widdrat, Fallersleben |
| MS40 | Dirk Petzold, Pirna | Dusan Kovar, Tschechien (Teplice) |
| MS45 | Adam Zanto, Polen (Legnica) | Brett Rustemeyer, USA (Dresden) |
| MS50 | Carsten Maas, Brandenburg | Oliver Rothkegel, Dresden |
| MS55 | Claus Luebben, Frankfurt am Main | Holger Martin, Pirna |
| MS60 | Andreas Multerer, Heidelberg | Martin Strey, Ludwigsfelde |
| MS65 | Jan Janiszak, Polen (Legnica) | Claus-Peter Jahn, Dresden |
| MS70 | Josef Bokelmann, Warnemünde | Volker Kaul, Dresden |
| MS75 | Rainer Meerstein, Radebeul | Rainer Förster, Pirna |
| WS35 | Franziska Krueger, Berlin-Hermsdorf | Julia Greim, Dresden |
| WS40 | Simone Geschke, Waldheim | Kirsten Marschner, Dresden |
| WS55 | Heike Pursche, Dresden | Waltraud Puhl, Hannover |
| XD30 Mixed | Julia Greim/Oliver Rothkegel, beide Dresden | Simone Geschke, Waldheim/ Adam Zanto, Polen (Legnica) |
(Petzold/skl/Fotos: tcp)
