Das Rennrodel-Duo Jessica Degenhardt/Cheyenne Rosenthal (RRC Altenberg/BSC Winterberg) muss aufgrund der Qualifizierungsregularien um einen Start bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo bangen. Der deutsche Verband BSD hat am heutigen Tag das deutsche Aufgebot benannt. Mit dabei im schwarz-rot-goldenen Kader ist das Damenteam mit Dajana Eitberger (RC Ilmenau) und Magdalena Matschina (SV Bad Feilnbach), derzeit die Gesamtzweiten im Weltcup.

Obwohl Degenhardt und Rosenthal aktuell Vizeweltmeister sind und 2025 in Whistler auch noch Teamstaffel-Weltmeister geworden waren sowie später Gesamtweltcup-Zweite, sind sie zum jetzigen Stand nicht bei Olympia dabei. Der Grund: Es darf – anders als bei den Herren und unabhängig von der bisherigen Saisonleistung im Vergleich zu anderen Teams – bei den Damen-Doppelsitzern nur eine Mannschaft pro Nation teilnehmen und es werden insgesamt elf Nationen berücksichtigt.

Aktuell wären demnach vier Top-Ten-Teams der Gesamtwertung nicht bei den Olympischen Spielen in Italien dabei.

Das sächsisch-westfälische Duo hatte sich zu einem Rennen beim 4. Weltcup in Sigulda nicht qualifiziert, das mit für die Setzliste entscheidend war. Daher liegt das Team hinter Eitberger/Matschina.

Dank des Sieges beim 5. Weltcup am vergangenen Wochenende in Winterberg konnte die 23-jährige Rennrodlerin aus Dresden mit ihrer Doppelpartnerin aus dem Hochsauerland aber den dritten Platz in der Gesamtwertung übernehmen. Sie wären damit erste Nachrücker, falls eine der Nationen (Rumänen oder Slowakei, z.B.) entweder die internen nationalen Normen nicht erfüllt oder den Startplatz an den Weltverband FIL zurückgibt. Nur dann erfüllt sich noch der Olympiatraum 2026 von Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal, die 2022 und 2023 Weltmeisterin waren.

Am Freitag, den 16. Januar 2026, läuft dafür die Frist ab bzw. dann wird die FIL eine entsprechende Liste veröffentlichen.

Mit Julia Taubitz vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal bei den Damen im Einsitzer und Timon Grancagnolo (ESV Lok Chemnitz) bei den Herren wurden indes zwei sächsische Rennrodel-Asse fix vom BSD für die Winterspiele im Februar nominiert. Die offizielle Nominierung für das Team Deutschland erfolgt am 20. Januar 2026 durch den DOSB.

(skl/bsd/Foto: FIl/Michael Kristen)