Der Kreistag hat vor Kurzem mit einem einstimmigen Votum ein wichtiges Signal für den Nachwuchsleistungssport im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ausgegeben. Das Gremium stimmte für die Übernahme und die Betreibung des Altenberger Sportinternats durch die landkreiseigene Kreisentwicklungsgesellschaft mbH (KEG) für die Schuljahre 2026/2027 und 2027/2028.

Die Einrichtung konnte nicht mehr durch die Stadt Altenberg betrieben werden. Es drohte die Schließung, es gab defizitäre Betriebskosten von jährlich etwa 200.000 Euro. Das für den Sport im Bundesgebiet zuständige Bundesministerium des Inneren bewertet derzeit alle Bundesstützpunkte in Deutschland. Mit einer Entscheidung zur weiteren Aufrechterhaltung des Stützpunktes Altenberg für die Sportart Biathlon sei allerdings frühestens im Jahr 2028 zu rechnen, hieß es.

Aus diesem Grund erfolgt die Betreibung des Sportinternates durch die KEG zunächst für zwei Jahre. Mit dem Grundsatzbeschluss soll Sicherheit für die Sportlerinnen und Sportler geschaffen und ein deutliches Signal für die künftige Betreibung ausgegeben werden. Mit der Übernahme durch die KEG garantiert der Landkreis, dass die Talentförderung langfristig erhalten bleibt. Ein starkes Bekenntnis für den Sportstandort Altenberg. Zumal der Sport, anders als andere wichtige Ausgabenbereiche der öffentlichen Hand, eine freiwillige Aufgabe ist.

Mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler, die unter der Woche im Altenberger Internat wohnen und am Standort zur Schule gehen, sind im Biathlon aktiv.

Parallel zum Betreiberwechsel wird ein umfassendes Konzept erstellt, welches das derzeit bestehende Defizit detailliert analysiert, um dessen Ursachen nachvollziehbar darzustellen. Ziel ist, eine tragfähige und wirtschaftlich verantwortbare Ausgestaltung des Betriebs sicherzustellen. Langfristig soll eine gemeinsame Beteiligung durch den Freistaat Sachsen, den Landkreis, der Stadt Altenberg sowie die Sportfachverbände den Fortbestand des Standorts gewährleisten, heißt es vom Landkreis.

„Man muss schauen, ob man Verantwortungsträger mit ins Boot holen kann, das Internat hat auch Sportlerinnen und Sportler aus andere Bundesländern“, so KSB-Vizepräsident, Kreisrat und „Glückauf“-Gymnasium-Schulleiter Volker Hegewald gegenüber dem regionalen Fernsehender FRM. „Das Internat ist wesentlicher Bestandteil des Sportverbundes Schule, Leistungssport, Sportinternat. Man muss es am Laufen halten.“

Einen aktuellen TV-Beitrag dazu mit Volker Hegewald gibt es bei FRM online: HIER

(skl/Fotos: privat/frm-tv)