Mit einem souveränen Heimsieg sind die Handballerinnen vom SSV Heidenau in das Landespokalfinale eingezogen. Die auch in der Verbandsliga noch ungeschlagenen Mannschaft von Trainer Michael Glathe gewann vorigen Sonnabend gegen den Leipziger SV Südwest mit 32:20 (17:8). Nach einem holprigen Start (0:2) und dem ersten eigenen Treffer nach erst fünf Spielminuten drehten die Gastgeberinnen die Partie und zogen schnell davon.
Somit war rasch klar, dass Heidenau das Endspielticket lösen wird – und sich die Chance auf das Double wahrt. In der Meisterschaft ist dem Spitzenreiter der Titel nur noch theoretisch zu nehmen.
Nach drei Jahrzehnten greifen die Heidenauerinnen laut SSV-Legende und Ex-Vereinschef Frank Müller nun wieder nach der Sachsenkrone. Gelingt der zweite Coup nach dem Pokalerfolg in den 1990er-Jahren?
Gegner im Endspiel am 10. Mai 2026 ist die Zweite Mannschaft von Bundesligist BSV Sachsen Zwickau. Der Tabellensiebente der Oberliga Sachsen hatte sich am vergangenen Sonntag daheim mit 31:24 gegen die HSG Neudorf/Döbeln durchgesetzt.
Die Zwickauerinnen standen letztmals 2021 im Landespokalendspiel, verloren damals aber gegen die AAC Amazonen aus Leipzig. Im diesjährigen Männerfinale treffen am selben Maiwochenende die SG Leipziger Verkehrsbetriebe und der BSV Limbach-Oberfrohna aufeinander.
Darüber hinaus stehen jetzt auch die beiden Endspiele im Regionspokal fest. Hier treffen die SG Kurort Hartha und die Zweite Mannschaft des SV Niederau im Kampf um den Titel aufeinander. Kurort Hartha setzte sich mit 28:20 (14:7) beim HSV Weinböhla II durch.
Damit gelang dem Team aus dem Tharandter Wald die Revanche für die Finalpleite im vergangenen Jahr. Die Niederauer gewannen indes ihr Halbfinalduell zu Hause gegen den SSV Lommatzsch mit 34:33.
Bei den Frauen verpasste es die Heidenauer Reserve indes, ebenfalls ins Endspiel einzuziehen. Obwohl die Gastgeberinnen gegen den OHV Oschatz knapp fünf Minuten vor Schluss mit 33:30 führten, unterlagen sie am Ende noch mit 35:36. Gegner ist dann der VfL Meißen III, der in seinem Semifinale mit 35:26 bei Vorjahresfinalist Sportfreunde 01 Dresden II gewann.
(skl/Foto: ssv)
