Knapp zwei Wochen vor dem für viele im Team „größten Spiel“ in der Vereinsgeschichte haben die Handballerinnen vom SSV Heidenau die perfekte Saison in der Verbandsliga Ost verpasst. Der bereits seit Ende März feststehende Staffel-Meister und Aufsteiger in die Oberliga Sachsen hat im letzten Punktspiel der Saison doch noch verloren. Nach 21 Siegen unterlag das Team von Trainer Michael Glathe beim Tabellenvierten Görlitzer HC II 24:28.
In der Woche zuvor hatten der SSV noch Schlusslicht OHC Bernstadt daheim mit 47:12 abgefertigt. Im Nachholspiel zwei Tage später gewann Heidenau gegen den ESV Dresden 38:20. In der dritten Partie binnen einer Woche hat der Spitzenreiter jedoch gegen den wohl schwersten Gegner dieser Saison an der Neiße den Kürzeren gezogen und das bislang einzige Spiel verloren.
Nun ist der Fokus der Mannschaft auf den Abschluss einer womöglich historischen Saison gerichtet. Denn der SSV hat am 10. Mai die erstmalige Chance auf den Titel im Landespokalwettbewerb. Im Endspiel ab 14 Uhr in der Ballsport-Arena gegen die Bundesligareserve vom BSV Sachsen Zwickau wollen die Heidenauerinnen das Double perfekt machen.
Der sächsische Oberligist ist klarer Favorit. „Wir müssen uns aber nicht verstecken“, sagte Trainer Glathe. „Die mentale Stärke, auch knappe Spiele zu gewinnen, und unsere bisherigen Auftritte insgesamt und die verbesserte Abwehrarbeit lassen mich hoffen, dass wir auch gegen Zwickau eine Chance haben können.“
In der Verbandsliga Ost hat sich derweil der HC Sachsen Neustadt-Sebnitz mit einer 24:38-Niederlage beim ESV Dresden verabschiedet. Mit Platz neun hatte das Team den Klassenerhalt aber bereits vorher geschafft.
Beim ESV Dresden gepunktet haben indes die Handballmänner von Verbandsligaspitzenreiter SG Pirna/Heidenau II (29:29). Die Reserve des Regionalligisten aus Pirna hatte allerdings schon zuvor Meisterschaft und Aufstieg in die Oberliga Sachsen perfekt gemacht – und lag in der Endabrechnung drei Zähler vor Verfolger SV Niederau.
Mit dem Aufstieg des Regionsoberliga-Spitzenreiters SG Kurort Hartha in die Verbandsliga konnte noch ein drittes Team aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge über einen Meistertitel jubeln. Die Mannschaft aus dem Tharandter Wald kann obendrein Regionspokalsieger werden. Am 9. Mai tritt Kurort Hartha ab 18.30 Uhr im Endspiel in Weinböhla auf den SV Niederau II – und kann ebenfalls das Double holen.
Ergebnisse vom Wochenende:
Männer:
Regionalliga:
SG Pirna/Heidenau – SV Anhalt Bernburg 25:27
Verbandsliga Ost:
ESV Dresden – SG Pirna/Heidenau II 29:29
Regionsoberliga:
SV Medizin Bad Gottleuba – HSV Weinböhla II 38:24
HC Großenhain – SG Pirna/Heidenau III 42:31
TSV Dresden-Bühlau – SG Kurort Hartha 36:34
Regionsliga:
ESV Dresden III – TSV Bärenstein 30:33
TSV Dresden-Bühlau II – SG Kurort Hartha II 41:32
Regionsklasse, Staffel 1:
HC Großenhain II – SG Pirna/Heidenau IV 26:25
Regionsklasse, Staffel 2:
SV Medizin Bad Gottleuba II – SG Dippoldiswalde-Ruppendorf 23:34
Frauen, Verbandsliga Ost:
ESV Dresden – HC Sachsen Neustadt-Sebnitz 38:24
Görlitzer HC II – SSV Heidenau 28:24
Regionsoberliga:
SG Klotzsche II – SV Medizin Bad Gottleuba 46:31
HC Großenhain – SSV Heidenau II 29:47
TSV Dresden-Bühlau – HSG Weißeritztal 27:20
Regionsliga, Staffel 2:
BSG Motor Dippoldiswalde – MSV Dresden III 26:41
(skl/Foto: skl)
