Der internationale Rennrodelnachwuchs lieferte sich am Sonnabend und Sonntag bei den Juniorenweltmeisterschaften in der anspruchsvollen Rennschlitten- und Bobbahn in Altenberg außerordentlich spannende Rennen um die begehrten Titel. Erfolgreichste Nation war am Ende Deutschland mit insgesamt sechs Medaillen (dreimal Gold, zweimal Silber, einmal Bronze).
Titel gingen hierbei an Marco Leger (RRC Schliersee) im Einsitzer und extrem knapp auch an die Thüringer Louis Grünbeck (RRV Sonneberg Schalkau) und Maximilian Kührt (RRC Zella-Mehlis) im Doppelsitzer. Leger, Anka Jänicke (WSV Königssee) und die Thüringer Doppelsitzer Grünbeck/Kührt holten dann sogar mit deutlichem Vorsprung von knapp vier Zehntelsekunden zum Abschluss den Mannschaftstitel.
Aus Sicht der Lokalmatadoren lief es mit den einem vierten Rang und zwei fünften Plätzen recht gut. Der Dresdner Jannes Degenhardt vom RRC Altenberg fuhr bei seinem JWM-Debüt auf einen starken vierten Platz. Die beiden Alterberger Starterinnen Lilly-Sophie Bierast und Leandra Claus belegte als drittbestes deutsche Team bei ihrer ersten Nachwuchs-WM den fünften Platz bei Sieg eines österreichischen Duos.
Die Titelverteidiger im Doppelsitzer, Silas Sartor vom RRC Altenberg, und Liron Raimer, verpassten ebenfalls als Fünfte eine – hier allerdings durchaus erwartete – Medaille. Insgesamt war das deutsche Ergebnis bei diesen klasse Gegnern aber vielversprechend.
„Die anderen Nationen schlafen nicht, das Feld ist enge geworden, so eng wie es hier lief, lief es schon lange nicht mehr. Das verspricht Spannung, auch für die Zuschauer. Fü uns ist es super gelaufen mit der super Konkurrenz, die wir hatten, Österreich, Lettland oder auch Italien, die im Training Mordszeiten gezeigt haben“, sagte Junioren-Bundestrainer Steffen Sartor unter anderem.
„Ich freue mich auch für Louis Grünbeck und Maximilian Kührt, die hier mit einer Tausendstelsekunde Vorsprung vor den Slowaken gewonnen haben“, fuhr er fort. „Durch den Überraschungssieg vom Vorjahr und durch die bisherigen Junioren-Weltcupsaison, bei der Silas Sartor und Liron Raimer immer auf dem Podest gestanden haben, haben sie sich viel mehr erhofft und eine Medaille wurde da erwartet. Aber, wenn man schon das Training hier gesehen hat, da ist es sehr eng, da kostet ein kleiner Fehler, wie zum Beispiel im ersten Lauf heute, eben die Medaille. Das ist bei den anderen Teams und Nationen ja ähnlich.“
(skl/us/bsd/Foto: bsd)
