Die Sächsischen Sportkronen sind vergeben. Sachsens Sportler des Jahres 2025 sind gekürt. Die Gewinner und Platzierten der Umfrage des Landessportbundes Sachsen wurden am Sonnabend im Beisein von zahlreichen Aktiven, Übungsleitern und Ehrengästen wie zum Beispiel Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Innenminister Armin Schuster sowie Dr. Christiane Staatsministerin für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt, in Chemnitz ausgezeichnet. Auch KSB-Präsident Julian Schiebe und Geburtstagskind KSB-Vize Volker Hegewald zählten zu den Gästen

Sportlerin des Jahres wurde Weltmeisterin Julia Taubitz vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal. Die diesjährige Rennrodel-Olympiasiegerin gewann vor ihrer Vereinskollegin Selina Freitag (Skispringen) und Kunstturnerin Karina Schönmaier vom TuS 1861 Chemnitz-Altendorf. Mit Doppelsitzer-Starterin Jessica Degenhardt (RRC Altenberg) vom Rennrodel-Vizeweltmeisterduo mit Cheyenne Rosenthal (BSC Winterberg) war in dieser Kategorie auch eine Sportlerin aus einem KSB-Verein nominiert.

Abgeräumt hat bei der Ehrung indes ein Pirnaer! Bobrekordweltmeister Francesco Friedrich setzte sich nicht nur mit seinem Team in der Kategorie „Mannschaft des Jahres 2025“ im Freistaat durch.

Der Pilot vom BSC Sachsen Oberbärenburg wurde auch – zuvor als Einzelkandidat nominiert – „Sportler des Jahres 2025“.

Platz zwei ging an den zweimaligen WM-Dritten Justus Strelow von der SG Stahl Schmiedeberg. Der Biathlet war nicht bei der Gala, da er am Sonntag beim Weltcupfinale am Holmenkollen in Norwegen gestartet war und dort als zweitbester Deutscher 15. wurde. Bronze in Chemnitz ging an Gewichtheber Raphael Friedrich von der TSG Rodewisch.

Der Altenberger Anschieber und Vizeweltmeister Jörn Wenzel (BSC Sachsen Oberbärenburg) vom Bobteam Lochner hatte auch als Einzelsportler zur Wahl gestanden. Der bis voriges Frühjahr für Oberbärenburg startenden Skeleton-WM-Dritte Axel Jungk vom Dresdner SC 1898 war ebenfalls nominiert. Alle Plätze hinter den ersten Drei wurden nicht gesondert ausgeführt und alle als Vierte gelistet – in jeder der Kategorien.

Der 35-Jährige Francesco Friedrich konnte nicht vor Ort sein. Der sechsfache Medaillengewinner bei Olympischen Spielen schickte den Gästen im Kraftverkehr Chemnitz eine Videogrußbotschaft von zu Hause. Seine Frau hatte ihm zufolge einen lang geplanten Frauenabend und nach einer stressigen langen Saison blieb der Familienvater bei den Kindern.

Den Preis für Sachsens Mannschaft 2025 nahm Friedrichs langjähriger Coach Gerd Leopold vom Bundestrainerteam entgegen. Den Silberrang in der Sportlerumfrage des LSB ergatterte das Team Finswimming männlich vom DHfK Leipzig. Rang drei ging an das Team Kunstturnen weiblich vom TuS 1861 Chemnitz-Altendorf.

In der Mannschaftkategorie war Altenbergs Jessica Degenhardt auch noch mit der sächsisch geprägten deutschen Rennrodel-Mixedstaffel nominiert. Genauso wie das Mixed-Team Sophie Leupold und Franz Werner, die beide für das LSB-Mitglied Pirnaer Ruderverein 1872 erfolgreich in der Coastal-Rowing-Nationalmannschaft starten.

Nachwuchspilot und Vize-Juniorenweltmeister und U23-Weltmeister Alexander Czudaj vom BSC Sachsen Oberbärenburg und seinem Bobteam wurde in der Kategorie „Sportler“ mit dem Nachwuchsförderpreis geehrt. Den Preis nahm sein Vater, Lillehammer-Bobolympiasieger Harald Czudaj entgegen.

Für sein Lebenswerk geehrt worden ist bei der Sächsischen Sportgala der 94-jährige Rudi Polster von Turbine Leipzig. Als Trainer des Jahres ausgezeichnet wurde Finswimming-Coach Lutz Reimann vom DHfK Leipzig

(skl/Fotos: lsb)