Das womöglich letzten Landkreis-Derby in der Handballverbandsliga zwischen SSV Heidenau und dem HC Sachsen Neustadt-Sebnitz war eine einseitige Angelegenheit. Die Gastgeberinnen aus der Elbestadt wurden ihrer Favoritenrolle vollumfänglich gerecht und fegten die Neustädterinnen am Sonnabend mit 35:16 (20:4) aus der heimischen Sporthalle des Pestalozzi-Gymnasiums.

Für den SSV, auf dessen Seite gleich elf Spielerinnen trafen, war es der 16. Sieg im 16. Spiel. Die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Oberliga Sachsen ist dem Spitzenreiter damit nur noch theoretisch zu nehmen. Denn Verfolger VfL Meißen II hat eine Begegnung mehr gespielt und bei einer im Vergleich um 222 (!) Treffer schlechteren Torbilanz – trotzdem schon acht Zähler Rückstand auf den Staffelprimus der Verbandsliga Ost. Meißen hat nur noch fünf zu Partien zu absolvieren.

Somit kann Heidenau schon am 22. März 2026, im Gastspiel beim Tabellensiebten Pulsnitz, die Meisterschaft und der Aufstieg eintüten – nur acht Tage nach dem Halbfinale im Sachsenpokal. Hier haben die Heidenauerinnen, am 14. März ab 17.30 Uhr, gegen den Leipziger SV Südwest Heimrecht. Das Team von Michael Glathe hat damit in dieser Saison sogar noch die Chance auf das Double!

Die Neustädterinnen, für die Nicole Große mit fünf Treffern die meisten für ihr Team die erfolgreichste Spielerin war, belegen indes weiterhin den drittletzten Platz in der Oststaffel. Der HCS hat in 17 Saisonpartien bisher fünf Siege geholt. Aufgrund des nahenden Aufstiegs des SSV könnte das jüngste, bislang wohl einseitigste Landkreisderby sicherlich das letzte für längere Zeit gewesen sein.

(skl/Foto: ssv)