Die beiden sächsischen Skeleton-Asse Susanne Kreher und Axel Jungk haben in ihren Einzelrennen bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo jeweils die Silbermedaille gewonnen. Während Jungk (0,88 Sekunden Rückstand) wie schon 2022 in Peking erneut Zweiter wurde und dabei nur Dominator Matt Weston aus Großbritannien unterlegen war, wurde Susanne Kreher gleich bei ihrem Debüt Vizeolympiasiegerin!

0,30 Sekunden Rückstand hatte die aus Bärenstein im Erzgebirge stammende Dresdnerin nach vier Läufen auf die letztlich souveräne neue Olympiasiegerin Janine Flock aus Österreich. „Ich bin so glücklich, dass ich hier bei den Rennen vier gute Läufe runterbringen und das Beste aus mir rausholen konnte“, sagte die 27-Jährige vom Dresdner SC 1898, die bis voriges Frühjahr lange für den BSC Sachsen Oberbärenburg an den Start gegangen war. „Ich habe das aber noch nicht ganz realisiert. Dass es jetzt mit der Medaille geklappt hat, fühlt sich wie ein Traum an.“

Auch Jungk war ebenfalls von seinen Emotionen übermannt und dankte allen, die ihm auf diesem Weg begleitet haben. „Die letzte Medaille ist auch immer die Schönste, mit Peking kann man das nicht vergleichen“, so der 34-jährige DSC-Athlet, der ebenfalls viele Jahre für Oberbärenburg gestartet war. „Es steckt so viel Arbeit hier drin. Es war mir deutlich bewusster, dass es schwer wird, Matt Weston zu schlagen.“

Bronze bei den Männern sicherte sich der entthronte Titelverteidiger Christopher Grotheer vom BRC Thüringen. Bei den Frauen erreichte Jacqueline Pfeifer von der RSG Hochsauerland den dritten Platz. Am morgigen Sonntag sehen sich alle noch einmal wieder in der Pista olimpica Eugenio Monti in Corina. Dann geht es um die Medaillen in der Mixed-Staffel.

Kommende Woche Montag und Dienstag im Zweierbob und am finalen Olympia-Wochenende im großen Schlitten kämpfen dann noch die Oberbärenburger Francesco Friedrich und seine Crew sowie Anschieber Jörn Wenzel mit dem Bobteam Lochner um die Titel.

(skl/bsd/Fotos: IBSF/Repro/Team D)