Ein Quartett aus dem Osterzgebirge fährt zu Olympia! Das deutsche Team für die XXV. Olympischen Winterspiele, die vom 6. bis 22. Februar 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo steht fest. 15 sächsische Sportlerinnen und Sportler sind nominiert worden.

Zum schwarz-rot-goldenen Kader zählen dabei unter anderem auch Vierfach-Olympiasieger Francesco Friedrich und sein Anschieber Felix Straub (beide vom BSC Sachsen Oberbärenburg). Ebenfalls dabei ist der Oberbärenburger Anschieber Jörn Wenzel, der beim Bobteam von Dreifach-Gesamtweltcupgewinner Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude) an den Start geht.

Die Dresdner Skeleton-Asse Susanne Kreher und Axel Jungk, die bis zum vorigen Frühjahr auch viele Jahre beim BSC Sachsen aktiv waren, sind ebenfalls bei den Winterspielen in Italien dabei.

Wie Kreher feiert ebenso Biathlet Justus Strelow von der SG Stahl Schmiedeberg seine Olympia-Premiere. Der viermalige „Sportler des Jahres“ im Landkreis gehört zum Biathlon-Kader, der mit dem deutschen Team in der Südtirol Arena in Antholz auf Medaillenjagd gehen wird.

Nicht nominiert wurden indes die frisch gekürten Europameisterinnen im Rennrodeln, Jessica Degenhardt vom RRC Altenberg und Cheyenne Rosenthal vom BSC Winterberg. Sie wären zwar die ersten Nachrückerinnen. Zum Beispiel bei einem medizinisch bedingten Ausfall, einem Scheitern an den technischen Regularien oder Normen bei anderen Nationen. Die finale Deadline ist der 26. Januar 2026.

Die Vizeweltmeisterinnen haben aber nur noch theoretische Chancen auf eine Nachnominierung. Anders als bei den Herren darf bei der Olympia-Premiere der Damendoppelsitzer nicht zwei sondern nur ein Team pro Nation an den Start gehen. Das IOC setzt hier auf Vielfalt und Plätze für möglichst viele Nationen statt auf Leistung. Eine Aufstockung ist nicht vorgesehen. Nur elf Damenduos dürfen ran.

Für Deutschland hatte das Duo Dajana Eitberger/Magdalena Matschina knapp die Nase vorn in der Olympiaqualifikation. Die Ukraine, Rumänien, Slowakei und Kanada haben trotz extrem geringer Medaillenchancen bisher keine Absicht signalisiert, die Quotenplätze des IOC nicht zu nutzen. Dem sächsisch-westfälischen Rennrodel-Duo hilft somit nur noch ein Wunder, um es in den Kader für die Winterspiele zu schaffen.

(skl/Foto:  Team Deutschland/Adobe Stock)