Die Titelverteidiger setzen sich beim Jubiläum durch: Beim 20. WGP-Citylauf mit mehreren Rekorden am Freitagabend in Pirna haben alle drei Vorjahresgewinner erneut die Nase vorn gehabt. Beim diesjährigen Rennen „Im Fackelschein durch die Nacht“ gewannen jeweils – wie schon 2024 – Felix Friedrich (Ostsächsische Sparkasse Dresden) und Hannah Schönmuth (Athletics Team Dresden) im Einzelwettkampf sowie das Quintett „Keine Wade für die Gnade“ beim abschließenden Staffellauf.

Der Kreissportbund Sächsische Schweiz-Osterzgebirge unterstützte die Veranstalter von der Städtischen Wohnungsgesellschaft Pirna mbH (WGP) als einmal mehr verlässlicher Partner bei der Organisation des traditionsreichen Breitensportlaufes. Moderator Mario Eichler führte auf der Bühne vor dem Rathaus am Markt durch den Abend. Die Talente vom Sebnitzer Tanzstudio AkzepTanz sorgten mit ihren Auftritten für Stimmung.

Vor dem ersten Startschuss liefen WGP-Maskottchen „PIRnchen“ und „Dino Bruno“ vom KSB mit Fackeln gemeinsam die ersten Meter des Jubiläumsrennens.

Zehn Runden, zehn Kilometer durch Pirnas schmucke Altstadt waren dann jeweils zu absolvieren – und am Ende hatten die Staffelsieger mit Peter Frohnwieser, Jonas Wartenberg, Felix Friedrich, Dustin Mühle und Sten Währisch zehn Sekunden Vorsprung auf das zweitplatzierte Athletics Team Dresden.

Nach einem engen Rennen mit wechselnden Platzierungen und einem spektakulären Finish von Schlussläufer Währisch vom Skiklub Dresden-Niedersedlitz siegten die Titelverteidiger zum vierten Mal in Folge – und mit einer Rekordzeit von 29:19 Minuten. Bronze ging an den Dresdner SC 1898 (29:54).

Ebenfalls einen Quattrick schaffte Friedrich. Das ehemalige DSC-Talent, das im Vorjahr mit dem Leistungssport aufgehört hatte, wurde seiner Favoritenrolle gerecht – Hauptkontrahent und Staffelkollege Peter Frohnwieser aus Dresden hatte wegen anhaltender Knieprobleme auf den Einzellauf verzichtet. Vierfachsieger Friedrich gewann in neuer Bestzeit von 30:41 Minuten.

Mit satten 1:09 Minuten Rückstand auf den 23-Jährigen wurde Tore Machnow vom Dresdner SC Zweiter. Vier Sekunden später kam Vereinskollege Erik Sato auf Rang drei ins Ziel.

„Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden. Das wird künftig für mich aber sehr schwer zu toppen sein, weil ich ja mit dem Leistungssport aufgehört habe und nicht mehr so oft trainiere“, erklärte Friedrich. „Es war heute aber auch schön, nachdem ich schon schnell so einen Vorsprung hatte, mal etwas ‚seine Ruhe‘ zu haben, die Strecke und die Atmosphäre genießen zu können. Mal schauen, vielleicht klappt es nächstes Jahr hier mit dem fünften Sieg hintereinander.“

2026 könnte Hannah Schönmuth vom Athletics Team Dresden den vierten Sieg in Serie schaffen. „Na klar, gerne. Ein Selbstläufer wäre das aber auf gar keinen Fall“, sagte die 31-Jährige und freute sich über ihren Titelhattrick beim WGP-Citylauf, den sie „trotz vieler Blasen an den Füßen“ erlaufen habe. „Stadtläufe sind eigentlich auch nicht so meins, ich bin eher in der Natur unterwegs, aber das war heute wieder richtig klasse hier, auch mit dieser Stimmung.“ Die Zeit sei ebenfalls toll.

„Ich bin jeden Tag unglaublich dankbar, dass mein Körper das mitmacht. Ich war gestern nochmal laufen, man weiß allerdings nie wie es dann im Rennen läuft. Ich freue mich. Gerne würde ich nächstes Jahr wieder hier starten – und gewinnen.“

Vielleicht wird Dauerkontrahentin und Mehrfachgewinnerin Franziska Kranich dann auch wieder dabei sein. Die Görlitzerin fehlte am Freitagabend, weil sie an diesem Sonnabend beim Kranichlauf in Wanninchen an den Start gehen wollte, erzählte Hannah Schönmuth, die in rekordverdächtigen 38:28 Minuten in Pirna gewann.

Silber ging am Freitagabend an ihre Vereinskollegin Franziska Jäpel (40:58) vor der drittplatzierten Eva Friese vom TV Dresden. Ihre Zeit: 42:13 Minuten.

Rang eins in der Schulwertung des Staffellaufes schnappte sich das Sportgymnasium Dresden (31:08). In der Gesamtwertung der „Fun-Teams“ mit 28 platzierten Mannschaften waren die „RumLäufer“ in 34:54 Minuten am schnellsten.

Mit 169 Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim Einzellauf und 50 Staffeln mit insgesamt 275 Finishern, von denen aber viele auch schon beim Einzelrennen gestartet waren, gab es in beiden Wettbewerben neue Teilnahme-Bestmarken. Alle Laufreundinnen und Lauffreunde, die ins Ziel kamen, erhielten unter anderem von KSB-Vizepräsident Jens Dzikowski und Pirnas Oberbürgermeister Tim Lochner Finisher-Medaillen. Zudem gab es Urkunden und kleine Präsente. Die Bestplatzierten bekamen Siegprämien. Die Preise überreichten WGP-Geschäftsführer Dirk Perner und Prokuristin Manja Scholz sowie KSB-Präsident Julian Schiebe.

(Text/Fotos: KSB/Stephan Klingbeil)