Kurz vor dem vereinsinternen 72. Abendsportfest in der vorigen Woche in Form eines Mehrkampfes mit 24 persönlichen Bestleistungen des U12-Nachwuchses, nahm ein Quintett des LSV Pirna an einem ganz besonderen Wettkampf zum Saisonabschluss teil – und dies mit einem klasse Achtungserfolg, bei dem sogar nur knapp ein Medaillenrang verpasst wurde!

Fünf U20-Läuferinnen und -Läufer waren Ende August beim „Altra Sunset Wattenmeer 2026“ an den Start gegangen. Das ist ein Ultra-Staffellauf über 24 Stunden, der am UNESCO-Weltnaturerbe, dem Wattenmeer, an der Nordseeküste entlangführte. Das 250 Kilometer lange Laufabenteuer begann in Hamburg auf St. Pauli und endete in St. Peter-Ording im Nordwesten von Schleswig-Holstein.

Das Ultralauf-Team – diese bestehen eigentlich aus zehn statt fünf Läufern – teilte sich nach verletzungsbedingten Ausfällen eine Strecke von rund 250 Kilometer im Staffelformat untereinander auf. Jeder aus der Pirnaer Staffel lief dabei sechs Etappen und kam somit auf eine Ultralauflänge, während die anderen vier Läufer im Auto hinterherfuhren und dann wechselten.

Sie alle trotzten Widrigkeiten, Starkregen und Windgeschwindigkeiten um die 60 km/h – sowie umherlaufenden Schafen auf der Strecke – und konnten am Ende nach summiert 20:29:11 Stunden jubeln: Insgesamt 8. Platz von 123 Teams bei der Premiere. Und in der Mixed-5er-Ultrateam-Wertung erreichte das Pirnaer Team sogar den vierten Platz von 82 Teams.

„Es war für mich wahrscheinlich der schwierigste Wettkampf, den ich je bestritten habe“, sagt Jonas Wegner vom LSV. „Das war schon herausfordernd“, ergänzte sein Teamkollege Robin Dietze, der als Nachrücker am 24-Stunden-Rennen teilnahm. „Rechtzeitig die Wechselpunkte zu finden, sich zwischendurch auch einmal zu verlaufen und praktisch keinen Schlaf zu bekommen.“

Zwischen den Etappen „im Auto irgendwie Ordnung zu halten, zu essen, sich umzuziehen und zu regenerieren. Gerade dieser Wechsel aus schnellem Laufen, kurzen Pausen, Nacht, Müdigkeit und immer neuen Wetterbedingungen“ habe den „besonderen Reiz, aber auch die Härte“ dieses Formats ausgemacht, fuhr er fort. „Mit meinen insgesamt 57 Kilometern und einem Schnitt von 4:31 Minuten pro Kilometer bin ich persönlich mehr als zufrieden. Viel wichtiger als die reine Pace war für mich am Ende aber die gemeinsame Erfahrung.“

Mehr Infos dazu unter: https://lsv-pirna.de/

 

(skl/Fotos: lsv)