Seit Sonnabend finden vier Jahre nach der coronabedingten Absage in der senegalesischen Hauptstadt Dakar die Olympische Jugend-Sommerspiele statt – und damit zum ersten Mal überhaupt in Afrika. Noch bis zum 14. November 2026 messen sich Talente aus zahlreichen Nationen im Kampf um Medaillen. Deutschland ist mit 50 Athletinnen und Athleten dabei.
Aus sächsischen Vereinen hat der DOSB keine Nachwuchssportler nach Westafrika entsandt. Mit der Beachwrestlerin Mia Bauer vom SV Rotation Greiz in Thüringen ist auch nur eine einzige Starterin aus einem Verein aus den fünf neuen Bundesländern bei den Jugendsport-Höhepunkt dabei. Bei den vergangenen beiden Jugend-Sommerspielen 2014 in China und 2018 in Argentinien hatten sich noch mehrere Sportlerinnen und Sportler aus Sachsen qualifiziert bzw. waren nominiert worden.
Die ersten deutschen Medaillen bei den Youth Olympic Games konnten indes schon bejubelt werden. U-18-Weltmeisterin Jolina Reinhold vom SV Abensberg in Bayern gewann im Judo Goldmedaille Nummer eins für Schwarz-Rot-Gold.
Mia Zhuo vom Wushu Verein Tübingen aus Baden-Württemberg holte in der Kampfsportart Wushu Bronze. Darüber hinaus erkämpfte sich Carolina Guerra Gonzalez vom Ruderklub am Baldeneysee in Nordrhein-Westfalen Silber im Coastal Rowing.
Die Sportart liegt dem deutschen Nachwuchs offenbar. Im dem ab 2028 olympischen Küstenrudern waren die zwei sächsischen Asse Sophie Leupold und Franz Werner (beide Pirnaer Ruderverein 1872) erst vor Kurzem Weltmeister im Mixed-Zweier geworden. Im Beach-Volleyball mit dem Berliner Filo Wüst, der neben Jolina Reinhold deutscher Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier in Dakar war, steht das Team Deutschland zudem im Finale.
(skl/Foto: ksb)
