Nach der bitteren Auswärtsniederlage bei Bischofswerda und vor dem nächsten Heimduell am Sonnabend in der Oberliga Sachsen haben die Handballerinnen vom SSV Heidenau im Landespokal die nächste Runde erreicht. Das Team von Trainer Michael Glathe gewann am vergangenen Sonntag in eigener Halle mit 30:28 (16:15) gegen die Sportfreunde 01 Dresden. Das Spiel gegen den Ligarivalen war eine hart umkämpfte Partie auf Augenhöhe. In der 51. Minute sah es beim Stand von 28:24 dann sehr gut für die ersatzgeschwächten Gastgeberinnen aus. Doch in der Folge wurde es eine Zitterpartie – mit glücklichem Ende für den SSV.

Damit steht der Überraschungsfinalist der Vorsaison erneut im Achtelfinale. Auch Titelverteidiger BSV Sachsen Zwickau II (37:20 beim MSV Dresden II) kam weiter.

Für Aufsteiger Heidenau steht nun das nächste Heimspiel in der höchsten Spielklasse des Freistaates auf dem Programm. Am Reformationstag, am 31. Oktober 2026, empfängt der amtierenden Verbandsligameister den HSV Marienberg. Um 17 Uhr ist Anwurf in der Sporthalle des Pestalozzi-Gymnasiums.

Der Staffelsechste will nach zwei Erfolgen drei knappen Niederlagen gegen den punktgleichen Tabellenachten aus dem Erzgebirge den dritten Sieg nach dem Aufstieg eintüten.

Trainer Michael Glathe (Foto) ist trotz der bitteren Niederlagen in der Liga guter Dinge, dass das klappen kann. „Das Tempo der Sachsenliga, zumindest bei den Top-Teams, ist ein anderes als in der Verbandsliga. Schwächephasen wurden in den vergangenen Spielen vom Gegner eiskalt bestraft, wir haben also keine Zeit mehr um ‚in das Spiel hinein zu finden‘. Daran muss sich die Mannschaft gewöhnen“, erklärt er rückblickend und sagt: „Als Trainer bin ich allerdings enorm beeindruckt von meiner Mannschaft wie sie mit diesen Nackenschlägen aus den Anfangsphasen umgeht. Anstelle zu resignieren, schaffen es meine Spieler jedes Mal diesen Kampf anzunehmen und selbst gegen Topmannschaften mit riesigen Kampf diese Phasen zu kompensieren. Wir hätten jedes dieser Spiele hinten raus gewinnen können – und das waren die Top-3-Teams der Liga.“

Die Erkenntnis als Aufsteiger, jedes Spiel in der Liga gewinnen zu können, zeige „unser Riesenpotential was wir durch bedingungslosen Kampf in jedem Spiel gezeigt haben“, ergänzte der SSV-Coach. „Jetzt müssen wir uns nur noch in den Schlussphasen mit Punkten belohnen.“

Weitere Ergebnisse vom Wochenende:
Männer:
Regionalliga:
BSV 93 Magdeburg – SG Pirna/Heidenau  29:28

Regionspokal Sachsen Mitte:
TSV Bärenstein – TSV Dresden-Bühlau  30:37
SG Kurort Hartha II – SG Dippoldiswalde-Ruppendorf  26:29

(skl/Foto: skl)