Nach personellen Veränderungen mit Abgängen von Leistungsträgerinnen peilt der HC Sachsen Neustadt-Sebnitz einen Neuaufbau an. Dazu haben die Handballerinnen in diesem Sommer einen Schritt zurück gemacht. Der HCS hat sich freiwillig aus der Verbandsliga Ost zurückgezogen und tritt in der Anfang September beginnenden Spielzeit in der Regionsoberliga Sachsen-Mitte an – also eine Liga tiefer.
Dort soll das Team neu formiert werden, mit einigen älteren, erfahreneren Spielerinnen und Talenten aus dem Nachwuchs. „Im Bereich der 16-Jährigen, die bei den Frauen spielen können, gibt es noch nicht so viele. Daher wird der Neuaufbau schrittweise erfolgen und erst einmal in der Regionsoberliga“, erklärt Manager und Präsidiumsmitglied Torsten Prenzel vom HCS.
Torfrau Franziska Grünberger und Toptorjägerin Nicole Große (115 Treffer) hatten mit Blick auf Familie und Zeitkapazitäten mit dem aktiven Handball aufgehört und spielen fortan nur noch bei Kreispokalsieger SSV 1862 Langburkersdorf Fußball. Beide bleiben dem Verein allerdings weiter verbunden.
Andere routinierte Spielerinnen haben Kinder bekommen und kehren wohl erst 2027 zurück oder werden ihre Karriere langsam ausklingen lassen. Hinzu kommen weitere jüngere Spielerinnen aus dem Kader der Vorsaison und eben mit Blick auf die kommenden Jahre der weibliche Nachwuchs aus dem eigenen Verein.
Das von Team von Trainer Dominic Böhme (und Nicole Große) hat sich in der vergangenen Saison in der Verbandsliga vorzeitig den Klassenerhalt gesichert und in der Staffel mit zwölf Teams am Ende den neunten Platz belegt. Die zweithöchste sächsische Spielklasse wird indes in der neuen Saison nur mit 21 Mannschaften (zehn in der Oststaffel, elf in der Weststaffel) an den Start gehen. Elf Teams gibt es außerdem auch in der Regionsoberliga.
Die Neustädterinnen, die einst in der 2. Bundesliga und längere Zeit in der MHV-Oberliga spielten, werden dann ab dem 6. September 2026 in das Abenteuer 7. Liga starten. Dann geht es ab 13.30 Uhr bei der 2. Mannschaft der Sportfreunde 01 Dresden um die ersten Punkte.
Darüber hinaus trifft der HCS 2026/27 in vier sicherlich packenden Landkreisderbys auf die HSG Weißeritztal (A: 08.11./ H: 14.03.27) und auf die Zweite Mannschaft von Verbandsligameister SSV Heidenau (A: 28.11./H: 18.04.27). Wichtigstes Ziel für den HC Sachsen ist erst einmal der schrittweise Neubau der Frauenmannschaft unter Wettkampfbedingungen.
(skl/Foto: skl)
