Flinke Füße, gute Stimmung und ein tolles Flair „Im Fackelschein durch die Nacht“: Am Freitag, dem 9. Oktober 2026, fand der diesjährige WGP-Citylauf statt. Es war die 21. Auflage des von Städtischer Wohnungsgesellschaft Pirna, Kreissportbund Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und der Stadt organisierten Traditionslaufs.

Dabei wurden trotz Regens gleich zwei Teilnahmerekorde geknackt. Im Einzellauf nahmen 196 Läuferinnen und Läufer teil. Die alte Bestmarke wurde um vier Starter überboten. Angemeldet hatten sich dieses Mal sogar zuvor über 250, was ebenfalls der Topwert war. Beim Staffellauf nahmen 75 Teams teil – 50 Prozent mehr als im Vorjahr und ebenfalls Rekord.

Die Titel samt Pokalen und Siegprämien gingen in diesem Jahr wieder nach Dresden. Seriensieger Felix Friedrich von der BSG Ostsächsische Sparkasse Dresden rauschte in 31:42 Minuten zu seinem fünften Titel in Folge! Er gewann mit 1:29 Minuten Vorsprung vor Peter Frohnwieser (Dresdner Laufsportladen/Salomon) und dem drittplatzierten Lennart Herrmann vom Athletics Team Dresden.

Trotz teils regennass glitschigen Pflastersteinen war Friedrich sogar 23 Sekunden schneller als vergangenes Jahr.  „Wegen des Regens habe ich das Tempo zumindest in den Kurven rausgenommen und das Risiko minimiert. Meine ehemalige Trainingsgruppe beim Dresdner SC hätte mich vielleicht geschlagen, glaube ich. Aber die waren nicht da, weil sie im Trainingslager sind“, so der 24-jährige ehemalige Leistungssportler. „Ich habe das heute wieder zum Spaß mitgenommen und mich auch gefreut, dass meine Freundin hier mit war und mir die Daumen gedrückt hat.“

Baute Friedrich seine Titelserie bei den Männern aus, gab es bei den Frauen auf dem zehn Kilometer langen Rundkurs durch Pirnas schmucke Altstadt eine Premiere. Hier setzte sich nach 41:16 Minuten erstmals Helene Bergmann vom Triathlonverein Dresden durch. Sie siegte vor den zweitplatzierten Linda Mrazkova aus dem Decin und Bianka Ott vom Citylauf Verein Dresden.

2025 hatte Helene Bergmann bei ihrer ersten Teilnahme das Podest als Vierte noch knapp verpasst. „Die ersten drei vom vorigen Jahr waren ja nicht da. Ich freue mich natürlich trotzdem sehr über meinen ersten Sieg hier und auch darüber, dass ich fast anderthalb Minuten schneller war als letztes Mal“, erklärt die 22-Jährige aus Dresden. „Dass ich das bei diesem Wetter schaffe, hat mich schon etwas überrascht.“

Ihr Triathlonverein Dresden sicherte sich später auch noch den ersten Platz im Staffelwettbewerb der Sportgruppen. Das Dresdner Quintett mit Finn Eschler, Ole Eschler, Stiev Wilhelm, Malik Hätsche und Edgar Herfurth verhinderte damit den fünften Sieg in Folge für „Keine Wade für die Gnade“. Allerdings: Die Seriensieger hatten sich in diesem Jahr aufgeteilt und war mit weiteren Lauf-Assen mit zwei Mannschaften an den Start gegangen, die mit Silber und Bronze nach Hause fuhren.

In der Fun-Team-Wertung lag am Ende „Zecken Sport“ (33:47 Minuten) vorne. Es folgten „Fun-Team mit Spitzenläufern“ und die „Sportgruppe Rainer Rheinfall“.

In der Schulwertung schnappte sich ein Quintett des Dresdner Ehrenfried-Walther-von-Tschirnhaus-Gymnasiums den Siegerpokal – vor drei Pirnaer Schulen. Das Team des Herder-Gymnasiums konnte leider nicht teilnehmen, weil mehrere der Talente aus der Laufgruppe beim Sport Promotion Team des KSB am Freitag beim Auf- und Abbau und er Standbetreuung mithalfen.

In der Kinderwertung war der Eislauf-Verein Dresden das Non-Plus-Ultra: Die Wintersportler räumten Gold, Silber und Bronze ab. Das Team III war dabei nach zehn Runden am schnellsten im Ziel.

Für die Kinder gab es auch noch Kinoticket-Gutscheine für den FILMPALAST PIRNA.

Es war eine Premierenerfolg. Denn die Kinderwertung bei der Staffel gab es dieses Jahr zum ersten Mal. „Das hing damit zusammen, dass in der Vergangenheit Grundschüler gegen Gymnasiasten in der Schulkategorie starten mussten, das wollten wir mit der neuen Kategorie ändern“, erklärt WGP-Marketingleiter Sören Sander.

Und hat der Teilnehmerrekord überrascht? Trotz Regens? „Die Stimmung war trotz Regens super, also wahrscheinlich gerade deswegen“, sagt WGP-Geschäftsführer Dirk Perner und schmunzelt. „Wir sind jedenfalls erfreut, dass der WGP-Citylauf wieder so gut angekommen ist. Die Anmeldezahlen hatten den neuen Rekord schon ein Stück weit versprochen und ich finde es toll, dass so viele Läufer trotz des Wetters dabeigeblieben sind und alle haben sich auch wirklich sehr bemüht, sind konzentriert zu laufen und sehr bedacht die Kurven genommen.“

Der KSB und die Veranstalter von der WGP bedanken sich bei allen Unterstützern und Helfern vor Ort und freuen sich schon auf die 22. Ausgabe. Diese soll laut Sander am 8. Oktober 2027 stattfinden.

Alle Ergebnisse gibt es hier:  https://baer-service.de/veranstaltung/WGP

(skl/Fotos: skl)