Nach zwei Jahrzehnten im Bobsport hat Francesco Friedrich vom BSC Sachsen Oberbärenburg am heutigen Freitag erstmals den Deutschen Meistertitel geholt. Der 36-jährige Rekordweltmeister gewann beim Selektionsauftakt mit gleichzeitiger Meisterschaft in Winterberg mit Neuzugang und Olympiasieger Georg Fleischhauer (SV Motor Babelsberg) sein erstes Gold auf nationaler Ebene. Im Zweierbob ließ das Duo u.a. das zunächst führende Bobteam von Adam Ammour (Eintracht Frankfurt) hinter sich.
„Im zweiten Durchgang konnten wir den kleinen Rückstand in einen kleinen Vorsprung umwandeln, und wir sind super zufrieden. Ich musste zwanzig Jahre Bobfahren, um in der 21. Saison erstmals Deutscher Meister zu werden“, freute sich der vierfache Olympiasieger nach seiner Premiere an diesem Freitag.
Nach Olympia-, Weltmeister-, Europameistertiteln und Gesamtweltcuperfolgen hat er seine Sammlung vor den deutschen Viererbob-Rennen nun fast komplett gemacht.
Friedrich und sein Team waren in den vielen Jahren vorab stets gesetzt, der Bundespolizist aus Pirna verzichtete daher zugunsten von Materialtests oft auf eine Teilnahme. Fleischhauer war 2024 zweimal Deutscher Meister geworden.
Den dritten Rang erkämpfte sich die Mannschaft vom Oberbärenburger 2er-Bob-Europacup-Gesamtsieger Maximilian Illmann!
Lisa Buckwitz vom BRC Thüringen sicherte sich souverän vor Olympiasiegerin und Lokalmatadorin Laura Nolte im Monobob den Titel. Bronze ging an Maureen Zimmer (BSC Sachsen Oberbärenburg/Eintracht Frankfurt), die nach ihrer Pause schon bei den Zentralen Leistungstests beim Anschub überzeugt hatte. „Sie ist mit einer sehr guten Leistung nach längerer Abwesenheit zurückgekommen in einem starken Feld“, sagte Bundestrainer René Spies nach dem ersten von insgesamt vier Selektionsrennen für das deutsche Weltcupteam.
(skl/Fotos: skl/veltinseisarena/Repro)

